Natürliches für Tiere

Regionale und biologische Hundenahrung von „naftie“

Von Sascha Ruck

Windach – Fleischreduziertes Hundefutter ohne Geschmacksverstärker oder künstliche Zusatzstoffe und mit dem Wissen von Veterinärmedizin und Tierheilkunde entwickelt – es klingt nicht nur revolutionär, es ist revolutionär! Und es sieht ganz danach aus, als wäre der Siegeszug der Windacher naftie-Produkte nicht mehr aufzuhalten, denn was dürfte echten Tierliebhabern mehr am Herzen liegen als die Lebensqualität und Gesundheit ihrer vierbeinigen Freunde?

„Wir haben für Hunde seit langem nach einem Futterkonzept gesucht, das unseren Vorstellungen von nachhaltiger Tierhaltung gerecht wird, doch leider ohne Erfolg“, erzählt Andreas Glöttner-Chyl, der in Schwabhausen eine Tierheilpraxis betreibt und von Beginn an alternative, ganzheitliche  Methoden einsetzt, nicht nur um Krankheiten zu behandeln, sondern auch um Gesundheit zu erhalten. „ Von der großen Bedeutung, die in diesem Zusammenhang die Tierernährung hat, sind wir zutiefst überzeugt und so lag es auf der Hand, ein eigenes „gutes“ Futter zu produzieren“.

Wir – das sind neben Andreas Glöttner-Chyl auch die Tierschützerin und Produktentwicklerin Ulrike Hirschauer und der Tierheilpraxis- und Vertriebsmanager Matthias Chyl. Zu dritt gründeten sie Anfang 2016 das Start-Up-Unternehmen „naftie – Natürliches für Tiere“ und kommen bereits jetzt mit der Produktion kaum nach. Kein Wunder, bei der wachsenden Zahl ernährungsbewusster Hundehalter und der Vielfalt verschiedener fleischhaltiger, fleischreduzierter und fleischloser „naftie“-Produkte. Mit so wunderbar kreativen und fröhlichen Bezeichnungen wie „carne Diem“ (Bio-Rind), „fang Shui“ (Bio-Lachs), „chi WauWau“ (Bio-Huhn), „snack to the Roots“ (Vegane Belohnungs-Leckerli) oder „shanti Pasti“ (Bio-Hirse mit Kichererbsen), die unter so wohlklingenden Seriennamen wie „Friendly Food“ (wenig Fleisch), „Pure Food“ (100% Bio-Fleisch), „Peace Food“ (vegane Kost) oder „Karma Candy“ (Snacks) erhältlich sind.

Fleischreduzierte oder gar vegane Ernährung für Hunde? Ernsthaft?

„Wir empfehlen den Tierhaltern, dass der Menü-Anteil an tierischem Eiweiß für einen ausgewachsenen Hund nicht mehr als ein Drittel betragen sollte“, klärt Tierärztin Carina Eggers auf, die inzwischen ebenfalls zum naftie-Team gehört. „Es ist auch sinnvoll, ein- bis zweimal wöchentlich ganz auf tierisches Eiweiß zu verzichten. Durch dessen übermäßigen Verzehr können sehr viele Erkrankungen entstehen. Besonders Hunde ab dem fünften oder sechsten Lebensjahr, deren Leber- und Nierenfunktion oft eingeschränkt ist, können das überschüssige tierische Eiweiß nicht ausreichend verarbeiten und dementsprechend ausscheiden“. Ulrike Hirschauer fügt außerdem den Umweltaspekt hinzu: „Die Verfütterung von weniger tierischem Eiweiß schont die natürlichen Ressourcen wie Wasser, Luft und Bodenflächen. Auch werden so weniger Treibhausgase produziert und das Leid aller Tiere wird deutlich verringert“. Und Hundeliebhaber Matthias Chyl geht sogar noch weiter: „ Wir sind felsenfest davon überzeugt: Weniger Fleisch ist nicht nur für alle Tiere und unsere Umwelt besser, sondern auch fürs Karma!“

Karma in Dosen oder „Karma in a can“, wie das sympathische naftie-Team seine Vision selbst bezeichnet. Wenn das nicht revolutionär ist, was dann?