Katzentatzen…
….wir hinterlassen Spuren

Von Sascha Ruck

Moorenweis – „Katzentatzen – wir hinterlassen Spuren“. So nennt sich der Verein, der im April 2012 in Hausen/Geltendorf gegründet wurde und mittlerweile in Eismerszell/Moorenweis ansässig ist. Im Vergleich zu anderen Vereinen hat sich dieser spezialisiert: Regional, auf Katzen und auf ein eher ungewöhnliches Thema, das Fundtier. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein lebendes oder verunfalltes Tier handelt. Selbst um Tiere, die im Straßengraben liegen, kümmert sich der Verein. Warum, sei ganz einfach zu beantworten, so Andrea Mittermeir, 1. Vorstandsvorsitzende. „Es gibt nichts Schlimmeres als die Ungewissheit. Die Katzenbesitzer suchen vergeblich nach dem Vierbeiner. Es ist besser zu wissen, dass das Tier tot ist als nicht zu wissen, was aus ihm wurde“.

Der Idealfall sieht dann so aus: Das Tier hat eine Tätowierung oder einen Chip, mittels Lesegerät leicht feststellbar. Anhand dieser Nummer können die „Katzentatzen“ über zentrale Haustierregister wie etwa Tasso e.V. den Besitzer ausfindig machen und verständigen. Sofern er das Tier registriert hat und die Kontaktdaten aktuell sind, sprich Umzüge oder Besitzerwechsel gemeldet wurden.

„Ich habe schon einmal in Erding eine tote Katze am Rande des Gehsteiges gefunden. Gut sichtbar obendrein. Dank Chip konnte ich die Besitzer ausfindig machen, die doch überrascht waren, weil sie diese Gegend schon mehrmals abgesucht hatten“, erzählt die Katzenschützerin. Das Tier war seit zwei Wochen abgängig und aller Voraussicht nach durch einen Autounfall ums Leben gekommen.

Im schlechtesten Fall wird ein Tier ohne Kennzeichnung aufgegriffen. Dann heißt es recherchieren. Manche haben Glück, so wie ein im Herbst zugelaufener Kater mittleren Alters, der aufgrund eines Bildes in einer regionalen Zeitung nach fast einem Jahr wieder zu seinen Besitzern kam. Auch er hat nun einen Chip. Ein zeitlicher und finanzieller Aufwand, der mittels Kennzeichnung vor allem dem Tierschutz viel ersparen würde. Es gibt Hochrechnungen, die von Millionen Euro sprechen. Millionen, die besser eingesetzt werden könnten.

Die „Katzentatzen“ plädieren für eine Kennzeichnung aller Katzen, Freigänger als auch Wohnungskatzen. Die Erfahrungen zeigen, dass nur so eine unkomplizierte und rasche Rückführung möglich ist.

2016 betreiben die „Katzentatzen“ vermehrt Aufklärung und bieten deshalb verschiedene Infoveranstaltungen an: „Fundtier – wie handeln?“ – „Patenkatzen – wie helfen?“ – „Kastrationsaktionen – was ist das?“. In den Räumlichkeiten der Akademie für KatzenKompetenz in Fürstenfeldbruck (Bismarckstr. 31) werden Infoabende abgehalten, um Interessierte aufzuklären.
(www.katzentatzen.org)