Sinnlich, herzlich, fröhlich…

Die Philosophie der „Weibsbilder“

Dießen – „Ich erinnere mich noch gut. Im Sommer 2014 streckte ich fast täglich meine Fühler aus, um sowohl den richtigen Ort als auch den richtigen Zeitpunkt zu finden“, erzählt Petra Luise Thurner. „Im Oktober war es dann soweit und ich durfte meinen Traum von einem kleinen, herzlichen Modeladen Wirklichkeit werden lassen. Dass wir heuer tatsächlich schon unseren fünften Geburtstag feiern, überrascht mich dann aber doch ein wenig. Immer dieses Zeitgefühl…“, lacht sie.

Fünf Jahre „Weibsbilder“ in Dießen! Grund genug für uns, mal hinter die Kulissen zu blicken und die Geschichte in der Geschichte zu hinterfragen.

FreiZeitSchrift:

Warum eigentlich „Weibsbilder“?

Petra Luise Thurner:

Ich fand den Namen von Anfang an frech und fröhlich. Er drückt so ziemlich alles aus, was meinen Laden ausmacht. Einen Ort, an dem sich vor allem Frauen wohlfühlen dürfen und an dem sie sich nicht nur von Mode, Schmuck und Accessoires, sondern auch von Kunsthandwerk, Bildern und vielen, kreativen Ideen inspirieren lassen können. Ja, und ein bisschen provozieren soll dieses Wortspiel natürlich auch. Wir Menschen und insbesondere wir Frauen haben uns schon lange genug immer nur schön brav angepasst, um die Erwartungen anderer zu erfüllen“.

 

FreiZeitSchrift:

Aber Männer dürfen schon auch vorbeikommen?

Petra Luise Thurner:

„Haha…natürlich! Das tun sie auch. Viele in Begleitung, viele aber auch, um für ihre Liebsten die eine oder andere Überraschung zu besorgen. Männer sind übrigens gar nicht so beratungsresistent wie manche immer glauben…“.

 

FreiZeitSchrift:

Klingt fast so als wäre Dein Laden viel mehr als nur ein Modegeschäft.

Petra Luise Thurner:

„Auf jeden Fall! Wir verkaufen nicht einfach nur Klamotten, wir verschenken Lebensgefühl! Eigentlich nennt sich der Laden ja „Weibsbilder – sinnlich, herzlich, fröhlich“. Genau darum geht`s mir. Wenn eine Kundin zu uns kommt, soll sie zunächst einmal einen Raum der Herzlichkeit betreten und sich dann in aller Seelenruhe motivieren lassen“.

 

FreiZeitSchrift:

Motivieren? Zu was?

Petra Luise Thurner:

„Dazu, sich ihrer inneren Ausstrahlung bewusst zu werden und diese dann nach außen zu tragen. Jede Frau ist von Natur aus schön. Kleider, Schuhe, Schmuck können diese Schönheit lediglich umrahmen, nicht aber erschaffen. Am liebsten wäre es mir, dass wenn sie zu Hause vor ihrem Kleiderschrank stehen und einen Schatz aus meinem Laden sehen, sie sich gleichzeitig an ihre eigene Schönheit und Weiblichkeit erinnern. Was übrigens auch der Grund für meine „Weibertempel“ ist, die Frau sich zuhause an ihren Lieblingsplatz aufstellen kann, um in ihre Kraft zu kommen. Die sind der absolute Renner, ich komm` da mit dem Basteln und Produzieren fast nicht mehr nach…“.

 

FreiZeitSchrift:

Man spürt, Du hast viel Freude bei Deiner Arbeit.

Petra Luise Thurner:

„Ja, aber vor allem bin ich einfach nur dankbar. Für die vielen, tollen Gespräche und die wundervollen Begegnungen. Sowohl mit meinen Kundinnen und Kunden als auch mit den Geschäftsfreunden in Bologna und München. Auch zu einigen Schmuck- und Modelieferanten hat sich mittlerweile ein fast schon freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Nicht zu vergessen die immer guten Beziehungen zu den vielen Nachbarn in der Mühlstraße. All das macht mich wirklich sehr glücklich. Von Herzen Danke!“.