(Bäume & Pflanzen)

Der Paterzeller Eibenwald

Auf den Spuren einer geheimnisvollen Baumart

Paterzell – Für die einen ist er eine wahre Schatztruhe der Natur, für die anderen ein sehr besonderer Rundweg und wieder andere „sehen“ in ihm einen außergewöhnlichen Kraftort voller Zauber. Tatsache ist, dass der Paterzeller Eibenwald mit zum Teil über 2000 Jahre alten Bäumen unter Deutschlands Wäldern einzigartig ist. Dies wurde schon vor über einhundert Jahren erkannt, als der Eibenwald auf Betreiben des Weilheimer Arztes Dr. Fritz Kollmann im Jahre 1913 zunächst zum „Staatlichen Naturdenkmal“ erklärt und 1939 dann endgültig unter Naturschutz gestellt wurde.

Dank der Bayerischen Staatsforsten führt seit vielen Jahren ein knapp ein Kilometer langer Rundweg durch das Eibenwaldgebiet, der sich an zehn verschiedenen, hölzernen Klapptafeln entlang schlängelt. An ihnen können sich die Besucher sowohl über diese seltene Baumart als auch über ihren Lebensraum und ihren Mythos informieren. Etwa dass der Paterzeller Eibenwald auf meterdickem Tuffstein wächst, die roten Baumfrüchte das Gift Taxin enthalten, die alten Germanen die Zweige der Bäume zur Abwehr von Dämonen benutzten oder die Kelten die Eibe als heiligen Baum verehrten. Manche hochsensiblen Naturliebhaber berichten auch über die Anwesenheit von Feen, Waldgeistern und anderen Erscheinungsformen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Für Besucher stehen ein Parkplatz direkt am Wald und ein weiterer am Landgasthof „Zum Eibenwald“ zur Verfügung. An den Parkplätzen gibt es auch Faltblätter, mit denen das Wissen an den zehn Stationen weiter vertieft werden kann.

www.baysf.de; www.landgasthof-eibenwald.de